2.Kön. 6,1-3: Elisa und die Söhne der Propheten
Halte fest Jahrgang 2002 - Seite: 71 - Verfasser: T.P.Hadley
Einst sagten die Söhne der Propheten zu Elisa: «Siehe doch, der Ort, wo wir vor dir wohnen, ist uns zu eng; lass uns doch an den Jordan gehen und von dannen ein jeder einen Balken holen, und uns dort einen Ort herrichten, um daselbst zu wohnen» (2.Kön. 6,1.2).
Diese jungen Männer beklagten sich darüber, dass ihnen ihr gegenwärtiger Ort zu eng sei. Es wäre für den Propheten Elisa ein Leichtes gewesen, zu verhindern, dass sie ihre Wünsche ausführten. Doch welche Weisheit und Gnade kennzeichnete diesen Mann! Er stand ihnen weder im Weg noch übernahm er die Führung. Er war einfach verfügbar.
Wir haben hier ein Beispiel dafür, wie jüngere Gläubige den Wunsch haben, hinauszugehen, um einen Neuanfang zu machen oder einen Dienst auszudehnen. Was taten sie hier? Sie suchten Rat bei einem älteren Bruder und luden ihn sogar ein, mit ihnen zu gehen (V. 3). Wie wichtig ist es doch für jüngere und ältere Christen, dass sie zusammenarbeiten. Im Leib des Christus sollte es keine «Generationen-Kluft» geben.
Oft hat die jüngere Generation viele Vorstellungen und mehr Energie als die älteren Geschwister, aber noch wenig Erfahrung und Weisheit. Solche wie Elisa, die sich bereithalten, können in dieser Hinsicht eine grosse Hilfe sein.
Einer der jungen Männer arbeitete hart, um einen Baum zu fällen. Er steckte seine ganze Energie in seine Arbeit und übersah dabei, wie sich das Eisen der Axt langsam vom Stiel löste. Schliesslich flog das Eisen ins Wasser und versank darin. Welch ein Schrecken für den jungen Mann, denn er hatte die Axt entlehnt! Doch da war der Prophet der Gnade, der den jungen Bruder, der in Schwierigkeiten geraten war, weder schalt noch kritisierte, sondern ihm zu Hilfe kam. Das Eisen der Axt wurde zurückgebracht.
Stehen wir persönlich zur Verfügung, um anderen zu helfen? Es ist so leicht, Fehler zu finden und mit dem Finger auf andere zu zeigen. Wenn aber die Gnade Gottes unser Leben beeinflusst, wird dies darin sichtbar, dass wir uns um die andern kümmern und bereit sind, einander zu helfen.