Halte Fest
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Jak. 1,25: Das Gesetz der Freiheit

Halte fest Jahrgang 1969 - Seite: 150

«Wenn jemand mir nachfolgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf täglich und folge mir nach. Denn wer irgend sein Leben erretten will, wird es verlieren; wer aber irgend sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es erretten.» - «Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig.»

Diese und ähnliche Worte des Herrn Jesu bezeichnen die Hauptgrundsätze des christlichen Lebens: Selbstverleugnung und völlige Übergabe an Gott. Von Natur ist ein Mensch unfähig, nach diesen Grundsätzen zu wandeln. Er ist ein Untertan des Fürsten der Finsternis, ein Sklave Satans, ein Knecht der Lüste und Begierden seines Fleisches. Er meint, frei zu sein, aber die Sünde hat Gewalt und Herrschaft über ihn; er will unabhängig sein von Gott und ist abhängig von der Sünde. Um zur Ehre Gottes und frei von der Macht der Sünde wandeln zu können, bedarf er einer völligen Umwandlung, der Wiedergeburt; er bedarf der Erlösung und Befreiung. Und der Erlöser und Befreier ist der Sohn Gottes!

Gott sei gepriesen! Jesus, der Sohn Gottes, hat durch Sein Sterben und Auferstehen die Ketten der Sünde zerbrochen und die Macht Satans über uns beseitigt. Durch Ihn sind wir «von der Sünde freigemacht und Sklaven der Gerechtigkeit geworden» (Röm. 6,18). Jetzt sind wir frei, Gott zu dienen. Alles was uns hinderte, ist für immerdar hinweg getan. Wir sind jetzt von Gott abhängig und freuen uns, es zu sein. Nicht aus Zwang, sondern mit einem dankbaren, fröhlichen Herzen weihen wir Ihm unser Leben, unsere Kraft, unser Alles. Willig verleugnen wir uns selbst. Das neue Leben, das wir besitzen, will was Gott will, denn es ist aus Ihm. Die Worte unseres Herrn Jesu, die Ermahnung der Apostel - alles steht in Übereinstimmung mit diesem neuen Leben, mit unserem inneren Menschen. Alles ist in Einklang mit den Wünschen und dem Willen der neuen Natur. Es ist das vollkommene Gesetz, das Gesetz der Freiheit zu welchem wir gebracht sind. So wie ein Kind gern und freudig (nicht nur im Gehorsam) das Gebot seines Vaters ausführt, wenn dieses mit seinem eigenen Willen übereinstimmt, so gehorcht der Christ willig und freudig dem Gebot Gottes, weil dieses stets der Ausdruck dessen ist, was der neue Mensch will. Das was der Ausführung des Willens Gottes in uns so oft entgegensteht, ist der Wille des alten Menschen, der Wille des Fleisches.

Hast du in das vollkommene Gesetz, das Gesetz der Freiheit, nahe hineingeschaut und bleibst du darin? Nur dann wirst du ein Täter des Wortes sein - nicht nur ein Hörer - und glückselig sein in deinem Tun.

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Letzte Änderung am 27.03.2010.