Halte Fest
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Gottes Sorge um den Fremdling

Halte fest Jahrgang 1992 - Seite: 158 - Verfasser: J. Koechlin

«Du aber, Herr, bist ein Gott, barmherzig und gnädig, langsam zum Zorn und gross an Güte und Wahrheit» (Ps. 86,15). Gottes Barmherzigkeit, Güte und Gnade finden wir immer wieder in den Anweisungen an das Volk Israel.

Für den Fremdling, man könnte sagen den Ausländer, trug Gott besondere Sorge. Wir lesen in 2.Mose 23,9: «Den Fremdling sollst du nicht bedrücken; ihr selbst wisset ja, wie es dem Fremdling zumute ist, denn Fremdlinge seid ihr im Lande Ägypten gewesen.» In 3.Mose 19,34 geht Er noch weiter: «Wie der Eingeborene unter euch soll euch der Fremdling sein, der bei euch weilt, und du sollst ihn lieben wie dich selbst.» Im Neuen Testament erklärt der Herr Jesus, dass, wer sich des Fremdlings annimmt, Ihn selbst aufnimmt (Matth. 25,35b). War Er denn nicht der himmlische Fremdling, der gekommen war, die Menschen zu besuchen? Aber wie sehr wurde sein unendlich zartfühlendes Herz durch die Undankbarkeit derer verwundet, zu denen Er in seiner Liebe gekommen war!

Ja, wir werden aufgefordert zu verstehen, «wie es dem Fremdling zumute ist», und besonders dem wahren Fremdling, unserem Heiland. Sich in die Stellung anderer zu versetzen, das ist das Geheimnis der Liebe. Dachte der Herr Jesus je an sich? Nein, Er hatte tiefes Mitgefühl mit allen, die zu Ihm kamen. Der Herr schenke uns ein weniger selbstsüchtiges, dafür ein um so mitfühlenderes Herz.

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Letzte Änderung am 27.03.2010.