Hindernisse für die Ausbreitung des Evangeliums
Halte fest Jahrgang 2001 - Seite: 266 - Verfasser: L.J.Ondrejack
Der Teufel hasst es, wenn das Evangelium - in irgendwelcher Form - zu solchen ausgeht, die in inneren Nöten sind und das Heil dringend brauchen. Er hasst es, weil er der frohen Botschaft der Errettung durch das vergossene Blut von Jesus Christus total entgegensteht. Doch er kann die Ausbreitung dieser Heilsbotschaft nicht stoppen. Der Herr Jesus hat den Seinen den Auftrag gegeben: «Geht hin in die ganze Welt und predigt das Evangelium der ganzen Schöpfung» (Mark. 16,15). Diese Worte werden bis heute von vielen befolgt. Auch von uns?
Der Teufel kann dies nicht aufhalten, aber er kann die Ausbreitung des Evangeliums durch Hindernisse aufhalten, die uns persönlich betreffen und unser Zeugnis wirkungslos machen. Wenn wir das Werk eines Evangelisten wirkungsvoller tun möchten, dann müssen wir uns vor den folgenden drei Haupt-Hindernissen in Acht nehmen - Sünde in unserem Leben, Gebetslosigkeit und innere Leere - und sie um jeden Preis vermeiden.
Sünde im Leben des Gläubigen
Was sagt der Prophet Jesaja im Blick auf die Auswirkung der Sünde auf die Worte des Evangelisten? «Siehe, die Hand des Herrn ist nicht zu kurz, um zu retten ..., sondern eure Missetaten haben eine Scheidung gemacht zwischen euch und eurem Gott, und eure Sünden haben sein Angesicht vor euch verhüllt, dass er nicht hört» (Jes. 59,1). Gott wird nicht auf unsere Gebete für die Errettung verlorener Menschen hören, wenn unsere Lebensweise im Gegensatz zu unserer Botschaft steht. Eines der beliebtesten Mittel des Teufels, um die Verbreitung des Evangeliums zu behindern, liegt darin, das Zeugnis derer, die das Evangelium weitergeben möchten, durch Sünde in ihrem Leben zu schwächen und wirkungslos zu machen.
Unterlassenes Gebet
Ein Evangelist, der nicht betet, hat auch keine Kraft. «Siehe, die Hand des Herrn ist nicht zu kurz, um zu retten, und sein Ohr nicht zu schwer, um zu hören.» Der Herr hört wohl, aber wir müssen Ihn bitten und zu Ihm beten. Der Teufel kann der Ausbreitung des Evangeliums am wirkungsvollsten dadurch begegnen, dass er den Evangelisten auf den Gedanken bringt, er sei mit der Verkündigung des Evangeliums an verlorene Menschen zu beschäftigt, um auch noch für sie beten zu können. Doch das Motto eines weisen Verkündigers sollte lauten: Je beschäftigter ich bin, umso mehr muss ich beten. - Psalm 34,1 sagt uns, was geschieht, wenn jemand, der den ersten Fallstrick des Teufels erkannt hat und ihm entgangen ist, auch den zweiten überwunden hat: «Die Augen des Herrn sind gerichtet auf die Gerechten, und seine Ohren auf ihr Schreien.»
Innere Leere infolge fehlender Gemeinschaft mit dem Herrn
Der Teufel legt uns noch eine dritte Schlinge, indem er uns zu überzeugen sucht, dass wir die gute Botschaft den verlorenen Menschen weitergeben können, ohne regelmässig in Gemeinschaft mit dem Urheber dieser frohen Botschaft zu sein. Eine solche Haltung kann mit dem Transport eines todkranken Mannes in einer Ambulanz verglichen werden, deren Benzintank leer ist. Unsere guten Absichten werden uns nirgendhin bringen, wenn unser eigenes Glaubensleben geistlich leer ist. Um die gute Botschaft weiterzusagen, muss unser geistlicher Tank voll sein. Wir können doch nicht etwas weitergeben, das wir selbst nicht besitzen. Und was man selbst nicht weiss, kann man auch nicht erklären.
Der Apostel Paulus sagte Timotheus deutlich, was er zu tun hatte, um ein wirkungsvoller Diener des Herrn zu sein: «Du aber bleibe in dem, was du gelernt hast und wovon du völlig überzeugt bist, da du weisst, von wem du gelernt hast, und weil du von Kind auf die heiligen Schriften kennst, die imstande sind, dich weise zu machen zur Errettung durch den Glauben, der in Christus Jesus ist. Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes vollkommen sei, zu jedem guten Werk völlig geschickt» (2.Tim. 3,14-17). Wenn wir mit dem Wort Gottes erfüllt sind, sind wir nicht nur in der Lage, anderen zu sagen, wie man errettet werden kann, wir können sie dann auch zu einem Leben praktischer Gerechtigkeit mit ihrem Heiland und Herrn weiterführen. Das entspricht einem gefüllten Benzintank!
Möchtest du das Werk eines Evangelisten wirkungsvoller tun? Dann erinnere dich an die drei sehr wirksamen Schlingen des Teufels - Sünden in deinem Leben, unterlassenes Gebet und innere Leere infolge fehlender Gemeinschaft mit dem Herrn - und lass dich durch keine von ihnen zu Fall bringen.