Halte Fest
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Was ist ein Zeuge?

Halte fest Jahrgang 1971 - Seite: 33 - Verfasser: J. Kl. H.

Ursprünglich eine Figur im Gerichtssaal, die die Aufgabe und sogar die Pflicht hat, mitzuteilen, was sie persönlich gesehen und gehört hat von der Sache, die beurteilt wird. Ausdrückliche Voraussetzung ist dabei, dass ein solcher die Wahrheit spricht, sonst wäre er ein falscher Zeuge. Er muss mit seiner Person für das einstehen, was er sagt. Das Wort «Zeuge» hat im Griechischen noch eine allgemeinere Bedeutung, die über den Bereich der Rechtssprache hinausgeht. Ein Zeuge ist nämlich auch jemand, der über bestimmte Wahrheiten und Einsichten spricht, von denen er überzeugt ist. Besonders von einem Weisen kann gesagt werden, dass er von selbsterworbenen, sittlichen und weisen «Einsichten» zeugt. Solch ein überzeugter Mensch hat dann den Wunsch, auch andere zu überzeugen.

So waren die Jünger und auch Paulus Zeugen des Herrn Jesus. «Ihr werdet meine Zeugen sein», hat der Herr Jesus gesagt. «Meine Zeugen» bedeutet an erster Stelle: Zeugen, die der Herr Jesus selbst aussendet und die in Seinem Dienste stehen. Aber das bedeutet auch, dass die Jünger von Ihm zeugen sollten, von Seiner Person und Seinem Werk. Wenn der Herr so von Seinen Zeugen redet, dann ist Er sowohl Subjekt als Objekt dieses Zeugnisses.

Die Jünger waren mehr als Berichterstatter, die wahrheitsgetreu alles weitergaben, was sie gesehen und gehört hatten. Das waren sie zweifellos auch, denn die Jünger waren im buchstäblichsten Sinne des Wortes Augenzeugen gewesen.

So war Johannes imstande, von dem zu zeugen, was er mit seinen Augen gesehen, was er angeschaut und mit seinen Händen betastet hatte, betreffend das Wort des Lebens. In Zusammenhang damit schreibt er: «Was wir gesehen und gehört haben, verkündigen wir euch» (1.Joh. 1,3) und dann folgen die Worte «auf dass», die auf ein Ziel hinweisen. Er schreibt: «auf dass auch ihr mit uns Gemeinschaft habet».

Ein Zeuge ist also ein Propagandist. Zeugen ist ein werbendes Predigen. Die Apostel riefen zur Bekehrung und zum Glauben an den Namen des Herrn Jesus auf. Sie suchten die Menschen zum Glauben zu bewegen. Paulus war berufen) das Evangelium der Gnade zu bezeugen, lesen wir in Apostelgeschichte 20,24. Das bedeutet noch etwas mehr als verkündigen oder predigen. «Bezeugen» kann man nur, was man erlebt hat, das, wovon man selber überzeugt ist, das, worin man mit seinem ganzen Sein einbezogen ist. Von einem guten Zeugnis geht Werbekraft aus. Dazu ist uns der Heilige Geist gegeben. «Ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist, und ihr werdet meine Zeugen sein.» Der Heilige Geist ist die Kraft zum Zeugen. Und wie gewaltig diese Kraft ist, können wir im ganzen Buche der Apostelgeschichte wahrnehmen. Vielleicht wäre es besser zu sagen, dass der Heilige Geist selbst es war, der in ihnen zeugte. Das gehört nämlich zum Werk des Heiligen Geistes, seitdem der Herr Jesus in den Himmel zurückgekehrt ist und sich als der verherrlichte Herr zur Rechten Gottes gesetzt hat. Der Heilige Geist redet nicht von sich selbst, sondern vom Herrn Jesus. In Johannes 15,2 sagt der Herr: «... er wird von mir zeugen». Und in Johannes 16,13. 14: «er wird mich verherrlichen, denn von dem Meinen wird er empfangen und euch verkündigen». In 4.Mose 8 lesen wir, dass der Hohepriester dafür sorgen musste, dass die sieben Lampen gerade vor dem goldenen Leuchter hinschienen, also ihr Licht auf den goldenen Leuchter fallen liessen. Der Leuchter mit dem Öl und den Lampen ist ein Bild von Christo, wie Er in der Kraft des Heiligen Geistes durch den Dienst der Menschen vorgestellt wird. Das Licht des Zeugnisses muss auf den Leuchter selbst fallen. Die Lampen waren also nicht in erster Linie dazu da, um die Stiftshütte zu erhellen, sondern um den Leuchter ins Licht zu stellen. Dieser musste gesehen werden. Das Schauen auf die Person Christi führt zu Christo und verherrlicht Ihn. Das ist das Werk des Geistes, das Er durch uns tun will: Den Herrn Jesus vorstellen, und dies ist der Prüfstein für jede Verkündigung, für jeden Dienst, für jedes Zeugnis.

Eigentlich ist es so, dass wir alle den ganzen Tag damit beschäftigt sind, Zeugnis abzulegen. Meistens aber zeugen wir von uns selbst, von dem, was wir sind. Es geschieht durch das, was wir tun und durch das, was wir nicht tun, durch das, was wir sagen und durch das, was wir nicht sagen. Unser ich legt fortwährend Zeugnis ab von dem, was Ich bin. Es ist also eigentlich nicht so sehr die Frage, ob wir zeugen, denn das tun wir fortwährend. Die grosse Frage ist vielmehr: Wovon zeugen wir, von Wem sind wir Zeugen? Der Herr will, dass wir Seine Zeugen seien. Das erwartet Er von uns allezeit.

Ist jemand ein Christ, so ist er eine neue Schöpfung, sagt das Wort Gottes. Er ist ganz anders als die noch Unbekehrten: «Ihr aber habt den Christus nicht also gelernt», lesen wir in Epheser 4,20.

Wenn ein Christ nicht zu merken gibt, dass er ganz anders ist, ist er kein guter Zeuge von Christus und von dem neuen Leben, das in ihm ist. Er zeugt von sich selbst, von dem eigenen ich.

Aussenstehende fühlen manchmal besser, wie die Lebensoffenbarung eines Christen sein müsste, als viele Christen selber. Sie sagen oft: Wenn alles wahr wäre, was die Christen zu glauben behaupten, müsste das Leben der Christen total anders aussehen, als es so oft der Fall ist. Sie ziehen die Schultern hoch über das Christentum der «Frommen», die am Sonntag in Kirchen und Lokalen zusammenkommen, von deren Christentum man aber in der Woche so wenig sehen kann. «Ist das nun die Praxis der hoch gepriesenen Lehre?»

Die Welt hat Recht, wenn sie etwas von dieser Praxis sehen will. Wir wollen die Kritik der Welt nicht allzu leicht von uns wegschieben. Es ist noch die Frage, wer mehr Grund zum Klagen hat: die Welt über das unchristliche Betragen derer, die sich Christen nennen, oder die Christen über den Unglauben und die Schlechtigkeit der Welt. Wie oft geschieht es doch, dass Christen durch ihren Lebenswandel dem Evangelium des Christus im Wege stehen. Leben wir als Christen? Merkt die Welt, dass wir solche sind? Sieht man dies in unserem persönlichen Leben, in unserem Familienleben, in unserem Eheleben, in unserem Gemeinschaftsleben als Versammlung, in unseren Kontakten mit anderen?

Das Leben der Christen ist sozusagen die Bibel vor der Welt. Gott will die Bibel gebrauchen, um sich uns zu offenbaren, und dann will Er sich auch durch unser Leben der Welt kundmachen. Die Welt muss an uns sehen können, welch grosse Dinge Gott an den Menschen tun kann. Gott gebraucht keine Engel, um das Heil der Welt bekannt zu machen. Dafür hat Er erlöste Sünder nötig. In Jesaja 6 hören wir, dass Gott die Frage stellt: «Wen soll ich senden, und wer wird für uns gehen?» Diese Frage wird nicht an die Scharen der Engel gerichtet. Sonst hätte man sie wohl rufen hören: «Sende mich! Sende mich!» Sie hätten sich um die Wette angeboten. Aber das geschah nicht. Die Engel hielten sich still. Kein Seraph antwortete und kein Cherub bot sich an. Keiner der «Gewaltigen an Kraft, Täter seines Wortes» konnte für diese Botschaft an sündige Menschen ausgesandt werden. Nur ein Mensch, dessen Lippen unrein waren, konnte zu einem Volke von unreinen Lippen gehen. Menschen wie dich und mich will Gott gebrauchen, um von Ihm und von dem Heil in Christo zu zeugen.

Der Weltling begreift nichts vom Glauben und von geistlichen Dingen. Man darf ihm dies nicht übel nehmen, denn er kann es nicht. Aber dies vermag er zu tun: er kann sehen, dass sein Kollege, sein Chef, sein Untergebener «anders» geworden ist. Es ist möglich, dass ihn dies interessiert, weil er - vielleicht unbewusst - fühlt, dass er selbst auch anders sein müsste. Was die Menschen sehen können, ist die lebenserneuernde Kraft des Glaubens. Der Mensch sieht, was vor Augen ist. Das Interesse des Menschen geht vom Sichtbaren zum Unsichtbaren, von den Früchten zum Baum. Er bekommt erst Interesse für den Fruchtbaum, wenn er von dessen Früchten gesehen und diese schätzen gelernt hat.

In der Unterrichtsmethodik redet man von Anschauungsunterricht. Solchen Unterricht kann der Ungläubige durch das Betrachten des Lebens des Gläubigen und durch dessen Zeugnis bekommen.

Sind wir Zeugen Christi? Sind wir veränderte Menschen dadurch, dass wir eine persönliche Begegnung mit dem Herrn Jesus gehabt haben? Wir sind berufen, Zeugen zu sein. Entsprechen wir dieser Berufung? Oder leben wir ungetrennt von der Welt und ungeschieden vom antichristlichen Geist unserer Tage? Sind in unserem Leben vielleicht Dinge, die uns hindern, Zeugen für Ihn zu sein? Suchen wir und sinnen wir über diese Dinge, die droben sind? - Prüfen wir uns doch und lasst uns bekennen, worin wir gefehlt haben und es wegtun! Noch nie war ein solcher Bedarf an kraftvollen Zeugen Christi wie gerade heute. Da, in der Christenheit, wo heute überall Sein Name und Seine Person angetastet werden, ist es unsere Berufung, den Namen des Herrn Jesus zu ehren, den vortrefflichen Namen, der über alle Namen ist.

Das Zeugen besteht nicht darin, dass man mit allerlei Bibelstellen umzugehen weiss und flott reden kann über christliche Wahrheiten. Natürlich ist es nötig, dass wir die Wahrheit kennen und verstehen. Gott hat sie uns durch Sein Wort offenbart und uns Seinen Geist gegeben, damit wir die Dinge kennen, die uns von Gott geschenkt sind. Aber das blosse Wissen um all diese Dinge hat wenig Wert, wenn wir nicht in Wahrheit gehorsam sind. Das Ziel der Erkenntnis ist, dass sie uns zum Handeln anspornt. Die Wahrheit ist nicht intellektuell, sondern von sittlichem Charakter. Sie richtet sich nicht allein an den Verstand, sondern vor allem auch an den Willen und an das Herz des Menschen.

Die Wahrheit ist nach den Worten des Apostels Johannes etwas, worin wir zu wandeln haben. Wenn unser Herz verändert ist, muss auch unser Leben verändert werden. Wir handeln dann anders, weil wir anders sind. Das Leben eines Menschen wird vor allem durch zwei Tätigkeitswörter bestimmt: Sein und Tun. Was der Mensch tut, wird bestimmt durch das, was er ist. Wir brauchen die Erlösung nicht nur für das, was wir taten, sondern vor allem für das, was wir waren. Nicht nur unser Betragen war verkehrt, sondern unsere ganze menschliche Natur war verdorben. Unsere sündigen Gedanken, Worte und Taten kamen daraus hervor. Und wenn wir wirklich verändert sind durch die Erneuerung unserer Gesinnung, muss dies in unserem Leben sichtbar werden. Und lasst uns davon zeugen!

Es geht zwar darum, Ihn zu verkündigen, aber oft werden die Menschen durch eine indirekte Verkündigung angesprochen und gewonnen, durch eine Verkündigung, die beim Sichtbaren beginnt und auf die Ursache zurückdeutet. Es ist wahr, dadurch, dass einer merkt, dass ein Mitmensch «verändert» ist, wird er noch kein Christ, aber viele sind zur Bekehrung gekommen, weil sie sahen und hörten, wie man ein anderer Mensch werden kann, und sie nahmen dann selbst Zuflucht zum grossen Arzt der Seele.

«Ihr werdet meine Zeugen sein.» Die ersten Jünger beeilten sich, diese ihre Aufgabe auszuführen. Heute haben wir den starken Eindruck, dass die Nacht bald da ist, die Nacht, in der niemand wirken kann. Die Zeit drängt! Die Sache kann keinen Aufschub mehr vertragen. Niemand kann entbehrt werden. Wenn wir uns schwach und klein fühlen - Er will unsere Kraft sein. Wenn wir entmutigt sind - Er will uns aufrichten. Aber wir dürfen nicht abseits stehen bleiben und uns damit zufrieden geben, ein Leben für uns selbst zu führen. In 2.Korinther 5,15 lesen wir: «Und er ist für alle gestorben, auf dass die, welche leben, nicht mehr sich selbst leben, sondern dem, der für sie gestorben ist und ist auferweckt worden.»

Im Leben des Paulus wurde dies verwirklicht. Er ist auf eine ganz besondere Weise vom Herrn berufen worden, ein Zeuge zu sein. Das lesen wir in Apostelgeschichte 26,16: «Denn hierzu bin ich dir erschienen, dich zu einem Diener und Zeugen zu verordnen, sowohl dessen, was du gesehen hast, als auch worin ich dir erscheinen werde.» Paulus wurde vom Herrn gesandt, «auf dass sie, (sowohl Juden als Nichtjuden), sich bekehren von der Finsternis zum Licht und von der Gewalt des Satans zu Gott, auf dass sie Vergebung der Sünden empfangen und ein Erbe unter denen, die durch den Glauben an mich geheiligt sind.» Das alles sollte eine Folge davon sein, dass Paulus ein treuer Zeuge sein und seiner Berufung treu nachkommen würde. Und er ist diesem himmlischen Gesicht in der Tat nicht untreu gewesen.

In Apostelgeschichte 26,22 und 23 werden einige Dinge erwähnt, die sein Zeugnis kennzeichneten:

  • Ein treuer Zeuge ist vor allem jemand, der bezeugt oder spricht. Achten wir auf dieses Wort im 22. Vers! Nur der kann als Christ reden, der als Christ lebt. Darauf haben wir schon das letzte Mal hingewiesen. Der Glaube ist aus der Verkündigung! Sprechen wir über unseren besten Freund, unseren Heiland und Erlöser, über den Herrn unseres Lebens? Sagen wir den anderen, was der Herr uns persönlich bedeutet?
  • Ein treuer Zeuge spricht mit jedem. Paulus sagt, dass er «sowohl Kleinen als Grossen» bezeugt habe. Bei jeder Gelegenheit, die ihm gegeben wurde, und allen, denen er auf seinem Wege begegnete, hat er bezeugt. Es machte ihm nichts aus, aus was für Personen seine Zuhörerschaft bestand, ob sie reich oder arm, jung oder alt, gebildet und hochgestellt oder einfach und ungelehrt waren. Sowohl Juden und Griechen, Königen und Bettlern, Soldaten und Seeleuten - für alle war er ohne Unterschied ein treuer Zeuge. Wir sehen ihn an der Arbeit in der Synagoge von Salamis auf Zypern, am Ufer des Flusses in Philippi, im Gefängnis zu Philippi, auf dem Markt in Athen, wie er in Ephesus von Haus zu Haus ging oder in seiner eigenen gemieteten Wohnung in Rom die Wahrheit auslegte. Welch ein treuer Zeuge! Er setzte alles daran, um Seelen für Christum zu gewinnen. rn 1.Korinther 9,2 sagt er: «Den Schwachen bin ich geworden wie ein Schwacher, auf dass ich die Schwachen gewinne. Ich bin allen alles geworden, auf dass ich auf alle Weise etliche errette.»
  • Ein treuer Zeuge ist jemand, der standhält. Das ist nämlich der Sinn der Worte: «Ich stehe bis zu diesem Tage.» Zwanzig Jahre nach seiner Bekehrung sagt er also: Ich habe standgehalten bis zu diesem Tage. Paulus liess sich nicht entmutigen durch Drohungen, Fehlschläge, Versuchungen, Verfolgungen und Mordanschläge. Er hielt durch und behielt das Ziel fest in seinen Augen.
  • Ein treuer Zeuge ist jemand, der sich an das hält, was die Schrift sagt. In Vers 22 lesen wir: «Indem ich nichts sage ausser dem, was auch die Propheten und Moses geredet haben, dass es geschehen werde.» Paulus hielt sich an die Schrift. Er stützte sich auf Gottes Wort und wich nicht davon ab. Für ihn stand fest, was er auch an Timotheus schrieb: «Alle Schrift ist von Gott eingegeben.» Auch unser Zeugnis muss auf das gegründet sein, was die Schrift sagt.
  • Ein treuer Zeuge muss auch die Schrift kennen. Paulus wusste, was Moses und die Propheten geschrieben hatten. Kennen auch wir das Wort Gottes? Sind wir in der Bibel zu Hause? Können wir mit der Bibel in der Hand anderen den Weg zum Herrn Jesu weisen?
  • Ein treuer Zeuge spricht von der Person Christi und nicht an erster Stelle von sich selbst. Lies nur den 23. Vers. Dort ist kein Wort von Paulus selbst zu finden, sondern nur von Christo. Der Herr hat uns berufen, Seine Zeugen zu sein, die durch Ihn ausgesandt sind, und von Ihm und Seinem Werke zu reden. Es geht um die Verherrlichung Seines Namens.
  • Ein treuer Zeuge kann schliesslich nichts tun, wenn ihm Gott nicht hilft. «Da mir nun der Beistand von Gott zuteil wurde...» Das war das Geheimnis der Kraft des Paulus. Gottes Geist wirkte in ihm und konnte in ihm wirken. Er war ein gereinigtes Gefäss, nützlich dem Hausherrn, zu jedem guten Werke bereitet. Kann der Geist auch in uns wirken? Zu glauben, dass wir den Heiligen Geist besitzen, ist wichtig. Noch wichtiger ist es, dass wir dem Geiste Raum geben und Ihn gewähren lassen, in und durch uns zu wirken. Dafür ist uns der Heilige Geist gegeben.

Von Seiner Seite hat Gott für alles Vorsorge getroffen. Er hat uns Sein Wort und Seinen Geist gegeben. Von unserer Seite her müssen wir uns aber Ihm zur Verfügung stellen, gehorsam sein und unserer Berufung entsprechen. Das kann für uns auf diese oder jene Weise Leiden mit sich bringen.

Reden als Christ ist viel, leben als Christ ist mehr und sogar unbedingte Voraussetzung zum Reden. Schliesslich kann dies dazu führen, dass man als Christ leiden muss. «Alle aber auch, die gottselig leben wollen in Christo Jesu, werden verfolgt werden» (2.Tim. 3,12). Wir können zeugen durch unser Reden, durch unser Leben und durch unsere Leiden. Im Leben des Paulus fand sich dies alles im Überfluss. Darum kann von ihm gesagt werden, dass er ein treuer Zeuge war. Auch wir sind berufen, Zeugen zu sein. «Ein wahrhaftiger Zeuge errettet Seelen» (Spr. 14,25).

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Letzte Änderung am 27.03.2010.