Halte Fest
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Der Mensch Christus Jesus, die bleibende Hilfsquelle für die seinen

Halte fest Jahrgang 1967 - Seite: 269 - Verfasser: J. N. D.

Welch überströmenden Trost gibt doch der Glaube dem Menschen, der sich an Gott klammert! Als Christus hienieden war, konnte Er sagen: «Ich habe Jehova stets vor mich gestellt.» Sollte ich nicht auch das gleiche tun? Habe ich Ihn in den Einzelheiten des Lebens nicht beständig nötig? Er allein kann mir beistehen.

Christus nahm einst einen abhängigen Platz ein. Er wurde auferweckt durch die Kraft des Geistes, durch Gott den Vater. Er hätte selber auferstehen können; «der Tod herrschte nicht mehr über ihn». Des Vaters Herz war mit Christo, Seinem Sohne, aufs innigste verbunden. Er war Seine ganze Wonne.

Der Vorläufer und der Weg

Christus ist jetzt als Mensch und für den Menschen in des Vaters Gegenwart, als unser Vorläufer und unser Weg. Es ist so gesegnet, auf Christum zu blicken, als auf den Weg; dies bringt Ihn uns so nahe. So gewiss ich als Mensch an der Natur des ersten Adam und an den Folgen seiner Sünde teilgenommen habe, habe ich als Gläubiger nun teil an dem zweiten Adam. Der Herr Jesus Christus ist in der Gegenwart Gottes für mich.

Gewiss, hienieden sind Schwierigkeiten; aber bald werde ich bei Ihm sein, da, wo auf immerdar Freude ist. Gott wird als Gott verherrlicht (Offb. 4), aber Er wird auch im Menschen Christus kundgetan werden (Offb. 5); und, da wir in Christo sind, werden wir Seine Herrlichkeit teilen.

Der Kommende

Wie huldvoll und gesegnet sind doch die Worte: «Euer Herz werde nicht bestürzt. Ihr glaubet an Gott, glaubet auch an mich. In dem Hause meines Vaters sind viele Wohnungen; wenn es nicht so wäre, wurde ich es euch gesagt haben; denn ich gehe hin, euch eine Stätte zu bereiten. Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, auf dass, wo ich bin, auch ihr seiet» (Joh. 14,1-3), Christus wird bei den Seinigen sein und die Seinigen bei Ihm. Sie werden Seinem Bilde gleichförmig gemacht und Ihm gleichgestaltet. Wir werden Ihn sehen und Ihm gleich sein. Schon jetzt werden wir in dem Masse, wie wir auf Ihn blicken, nach Seinem Bilde verwandelt.

Dies ist unser sicheres Teil, und in der Gemeinschaft mit Ihm haben wir Anteil an dem, was Er ist. Seine Wonne ist bei den Seinigen. Er ging in ihr tiefstes Leiden ein, und sie werden mit Ihm, dem Erhöhten und Verherrlichten, Seine Freude und Herrlichkeit teilen.

Der mitfühlende Helfer

Wie handle ich nun Ihm gegenüber? Bringe ich alle meine Sorgen zu Ihm? Mache ich Ihn zum alles beherrschenden Gedanken in meinen Bedürfnissen, in jeder Übung meiner Seele und auch in meinen Freudenzeiten? Dies ist der Weg, um Ihn und die Liebe in Seinem Herzen kennen zu lernen.

Es gibt keinen Umstand, in welchem ich Ihn nicht als meinen Genossen haben könnte. Ist Er doch in die tiefsten Tiefen meiner Leiden eingegangen. «Tiefe ruft der Tiefe beim Brausen deiner Wassergüsse», konnte Er sagen. Es gibt keinen Platz, in welchem der Glaube nicht Christum finden könnte. «Das aber: Er ist hinaufgestiegen, was ist es anders, als dass Er auch hinabgestiegen ist in die unteren Teile der Erde? Der hinabgestiegen ist, ist derselbe, der auch hinaufgestiegen ist über alle Himmel, auf dass er alles erfüllte» (Eph. 4,9.10).

Aber gehe ich in der Welt mit Ihm voran? Sind meine Freuden solcher Art, dass ich sie mit Ihm teilen kann? Wandle ich mit Ihm in meinem alltäglichen Leben? Wenn ich in Trübsal war, wie weit vermochte Er mich da aufzumuntern? Ja, wenn ich in Ihm ruhe, hat Er mich aufgerichtet; und dies ist mein sicheres Vorrecht.

Der Hirte

Das Herz, das sich auf Christum stützt, findet in Ihm dauernden Trost. Ausser Ihm sucht es nichts. Siehe Psalm 23. Wenn ein Bedürfnis vorliegt, werde ich mich nicht fürchten, sondern sagen können: «Der Herr ist mein Hirte.» Ich sage dann nicht: Jetzt bin ich zwar auf grünen Auen, aber wie lange noch? Nein, Er lässt mich auf ihnen lagern. Da sind auch «stille Wasser»; aber können diese nicht bald getrübt werden? Wie könnte dies möglich sein, wenn Christus mich zu ihnen führt! Oft fühle ich mich elend, weil ich nicht in Ihm geblieben bin. Das ist traurig; aber Christus «erquickt meine Seele». Und wenn ich durch das Tal des Todesschattens schreiten muss, will Er bei mir sein und mich trösten. Aber ich bin doch im Lande meiner Feinde! Was nun? Christus bereitet für mich einen Tisch, gerade vor ihnen. «Du hast mein Haupt mit Öl gesalbt, mein Becher fliesst über. Fürwahr, Güte und Huld werden mir folgen alle Tage meines Lebens, und ich werde wohnen im Hause Jehovas auf immerdar.»

Der Freund

Wie gesegnet ist es, in dieser Weise auf den Herrn zu blicken! Er ist unsere jetzige und ewige Freude. Die Zeit wird kommen, wo alle unsere Trübsal vorüber ist, Er selbst aber uns bleiben wird als unser bewährter und wahrer Freund. Er ist in das tiefste Weh unserer Herzen eingegangen und wird uns für immer zu Teilhabern Seiner Freude machen. Unsere Segnung, unsere Sicherheit, unsere Hoffnung sind alle auf die Sühnung gegründet, die Er zustande gebracht hat.

Der Heiland

Ist da eine Seele, die dies liest, aber sich noch nicht in Christo freuen kann und Ihn noch nicht als ihr Teil besitzt? Ist da jemand, der ausruft: Meine Sünde ist zu gross, um vergeben werden zu können? - Dass du deine Sünde fühlst, ist wohl gut, aber darüber zu verzweifeln ist ganz falsch. Mit deinen Worten sagst du ja: Meine Sünde ist grösser als die Gnade Gottes. Du wirst es nicht wagen, so zu reden, wenn du auf Christum blickst. Genügt Christus nicht? Ist die Gnade kleiner als deine Bedürfnisse, oder ist sie grösser? Christus ist das Teil jeder Seele, die an Ihn glaubt. Das Sühnungswerk ist getan. Das Blut Jesu Christi, des Sohnes Gottes, reinigt von aller Sünde.

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Letzte Änderung am 27.03.2010.